Max-Josef-Stift Gymnasium
Das in München/Bogenhausen gelegene Mädchengymnasium Max-Josef-Stift bildet mit dem bestehenden Schulgebäude und dem Internat ein Gebäudeensemble aus unterschiedlichen Bauphasen des 20. Jhdts. Das Ensemble wurde im Nordwesten mit einem Neubau, bestehend aus dreigeschossigem Klassentrakt und eingeschossiger Aula, winkelförmig ergänzt. Der Neubau beinhaltet Fachklassen, Schülerbibliothek und Mehrzweckraum. Der dreigeschossige Hauptflügel steht dem bestehenden Schulhaus parallel gegenüber und bildet mit diesem einen neuen Pausenhof. Die Aula schließt den Hof nach Osten ab und öffnet sich mit einer großzügigen Verglasung in den Binnenraum. Das Gebäude ist als Passivhaus konzipiert und wird vollständig mechanisch belüftet. Die Aula ist ein hoch wärmegedämmter Stahlbeton-Massivbau, der Fachklassentrakt ein Hybridbau, bestehend aus einem Stahlbetonskelett mit vor gehängten Fassadenelementen in Holzständerbauweise. Die Außenhülle, eine hinterlüftete Fassade aus Faserzementplatten, wird mit großformatiger Sockelzone im Erdgeschoss und kleinformatiger Stülpschalung in den Obergeschossen fein gestaltet. Das dezente Farbspiel der Fassaden, harmoniert mit dem Bestand gleichermaßen, wie mit den umliegenden Villenbauten. Die regelmäßig gesetzten, vom bestehenden Hauptbau abgeleiteten, Fensterformate bilden eine klassische Fassadengliederung mit Sockel- und Hauptgeschossen, die sensibel auf den städtebaulichen Kontext eingehen. Die Flurzonen sind künstlerisch farbgestaltet.

Bauherr:
Freistaat Bayern
Standort:
Mühlbaurstrasse 15, München
Fertigstellung:
2016
Leistungsphasen:
4-9 nach HOAI
Farbdesign:
Herbert Kopp
Landschaftsarchitekt:
Mahl Gebhard Konzepte
Fotos:
Stefan Müller-Naumann